Baut eine Frau anders?
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Melanie Hammer wollte eigentlich Architektin werden. Heute führt sie die BHB Unternehmensgruppe. Im Interview mit der tz/merkur spricht sie über ihren Weg, ihre weibliche Perspektive auf Architektur und darüber, warum unterschiedliche Blickwinkel das Bauen bereichern.
„Ich bin eine Alchemistin des Bauens“ – beschreibt sich Melanie Hammer, Geschäftsführerin der BHB, im Gespräch mit dem Journalisten Julian Limmer von der tz und Merkur, selbst. Gemeint ist damit ihre besondere Rolle: Als Architektin und Geschäftsführerin eines Bauunternehmens zugleich, die mit nur 31 Jahren nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters quasi über Nacht die Verantwortung für die BHB übernehmen musste.
Ihre Perspektive als Frau in einer von Männern geprägten Branche wurde dabei zu einem wichtigen Teil ihrer Arbeit. Aus der Frage, wie Frauen Städte und Gebäude erleben, entwickelte Melanie Hammer ein Modell der besonderen BHB-Qualitäten – darunter Ansprüche an zeitgemäße Mobilität, mehr Sicherheit, Ästhetik, Leistbarkeit und Klimasensibilität. Wie sich dieser Ansatz konkret umsetzen lässt, zeigt etwa das Projekt FUTURIA in Garching. Dort sorgen fluoreszierende Leuchtpigmente im Boden für Orientierung und Sicherheit, ohne den Boulevard nachts durchgehend beleuchten zu müssen.
Diese Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bedürfnissen führt zu einer grundsätzlichen Frage: Was macht einen Ort zu einem guten Ort? Für Melanie Hammer beginnt die Antwort mit einem genauen Blick auf den jeweiligen Standort – auf seine Geschichte, seine Umgebung, seine Besonderheiten und die Menschen, die dort leben. Der sogenannte Genius Loci, sprich der Geist des Ortes, wird bei Melanie Hammer zum Ausgangspunkt ihrer Planung. Beim MOORITZ in Gauting etwa sorgen berankte Fassade und klimaresiliente Großbäume für ein angenehmes Mikroklima. Und im KLEINOD in München-Riem wird der essbare Garten zum Teil des gemeinschaftlichen Lebens.
Woher diese Haltung kommt, welche Erfahrungen sie geprägt haben und was sie heute unter guter Architektur versteht, lesen Sie im Interview mit Julian Limmer hier.




