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Melanie Hammer, die Geschäftsführerin der BHB...

... ist mit der Immobilienwirtschaft aufgewachsen

| Allgemein

Sehr geehrte Frau Hammer, wie sind Sie (erstmals) mit der Immobilienwirtschaft in Berührung gekommen. Wurde Ihnen der Bezug zur Branche „in die Wiege gelegt“ oder würden Sie sich selbst eher als „Quereinstiegen“ bezeichnen?

Ich bin tatsächlich mit der Immobilienwirtschaft aufgewachsen. Das Wohnungsbauunternehmen meines verstorbenen Vaters wurde mehr als 7 Jahre vor meiner Geburt gegründet. Nachdem die Firma meines Vaters immer ein Familienunternehmen war, kam ich natürlich von klein auf indirekt in Kontakt mit der Immobilienbranche und deren Besonderheiten. Dabei muss ich allerdings gestehen, dass meine Entscheidung, Architektur zu studieren, nichts mit der beruflichen Tätigkeit meiner Familie zu tun hatte, sondern eher mit meiner Passion für kreative Prozesse und den künstlerischen Ansatz der Architektur, weniger mit dem wirtschaftlichen Produkt.

Was schätzen Sie besonders an Ihrer beruflichen Tätigkeit?

Die Möglichkeit Dinge zu erschaffen die – wie ich hoffe – einen Mehrwert für die Gesellschaft bringen. Ich finde, es gibt nichts spannenderes als für einen bestimmten Ort in einem bestimmten Spannungsfeld Gebäude und Quartiere zu entwickeln und zu errichten, die zu einem Teil der Stadtgeschichte werden und damit zu einem Teil der Geschichte der Menschen, die in dieser Stadt leben. Diesen Prozess von der ersten Idee für einen Ort bis zum gebauten Wirklichkeit mit zu verantworten ist eine sehr reizvolle Aufgabe.

Gibt es aus Ihrer Sicht eine Besonderheit des Bayerischen Immobilienmarkts?

Sicherlich gehört der bayrische Immobilienmarkt – geht man dabei von den A-, B- und meisten C-Städten wie beispielsweise München, Augsburg oder Ingolstadt aus – zu einem der umkämpftesten Märkte ganz Deutschlands. Gerade in München und den Metropolregionen potenziert sich ein immenser Wachstumsruck. Dabei die architektonische und lebensräumliche Qualität der neuen Entwicklungen nicht aus den Augen zu verlieren, ist eine Herausforderung der sich die Immobilienwirtschaft – egal ob öffentlicher oder privater Träger – auch für die Zukunft stellen müssen wird. Andererseits gibt es auch in Bayern Regionen, die unter Schrumpfung leiden. Aus diesen beiden Extremen ergibt sich ein besonderes Spannungsfeld mit besonderen Aufgaben.

Welchen Beruf würden Sie wohl ausüben, wenn Sie nicht in der Immobilienbranche tätig wären und warum?

Wenn ich nicht Architektin geworden wäre, hätte mich vor allem Produktdesign interessiert. Im Prinzip entspricht dieser Beruf des Architekten hinsichtlich der Gründe aus denen letzteres mein Traumberuf war und ist – ein kreativer Prozess geht einem Schaffensprozess voraus, der darin mündet, ein Produkt zum Nutzen vieler zu kreieren, was von einer gewissen Dauer ist. In beiden Fällen muss man sich intensiv mit den Bedürfnissen des Nutzers und seiner Umwelt sowie den eigenen Visionen für die Zukunft auseinandersetzen. Mein Hobby hätte ich auch gerne zum Beruf gemacht – ich beschäftige mich privat viel mit alternativen Energien, vor allem mit der energetischen Nutzung von Mikroalgen.

Welches Bauprojekt in Bayern sollte Ihrer Meinung nach schnellstmöglich angegangen werden?

Der Ausbau der Energietrassen, vor allen der des sogenannten Süd-Links. Wir haben in Deutschland zwar das Potential zur Nutzung regenerative Energien, allerdings fehlt es uns hierfür immer noch an einer entsprechenden Netzverteilung. Bayern spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Gäbe es ein „Traumprojekt“, an dem Sie aus rein persönlichen Motiven gerne mitwirken würden?

Da gebe es viele. Wenn Sie die junge Architektin in mir fragen, dann hätte ich unheimlich gerne einmal den deutschen Pavillon für die Expo entworfen – besonders das Thema der Weltausstellung 2015 in Mailand „ Feeding the Planet, Energy for life“ fand ich besonders inspirierend. Wenn Sie mich als Münchnerin/ Projektentwicklerin fragen, dann hat es mir besonders der neue Bau des Königshofs angetan, wobei ich ein Riesenfan von Nieto Sobejanos Entwurf bin – auch wenn er umstritten ist. Oft sind es gerade die anfangs nicht allseits geliebten Entwürfe, die später als Bau einen besonderen Mehrwert und Identifikation für den Ort ausmachen. Gerne denke ich in diesem Zusammenhang an den seinerzeit sehr diskutierten Bau des Eifellturm in Paris.

Welche Charakterzüge würden Sie an sich selbst als „typisch bayerisch“ bezeichnen?

Vor allem meine Liebe zur bayerischen Landschaft und zur Gemütlichkeit. Außerdem finde ich es sehr inspirierend, wie sich in Bayern viele Traditionen in die Moderne gerettet haben, wo sie doch vielerorts verlorengegangen sind. Diese Mischung zwischen Modernität und Wertschätzung der Tradition empfinde ich als Ideal.

Und schließlich: Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit?

In meiner Studentenzeit sind wir einmal in der Woche mit Zeichenstift und Papier durch München gestreift und haben Skizzen von alten Bauwerken, Werken moderner Architektur oder einfach beliebten Münchner Plätzen angefertigt. Dadurch gelangt man manchmal zu ganz anderen Blickwinkeln in Bezug auf die Stadtentwicklung und den architektonischen und landschaftsplanerischen Charakter Münchens. Die Muße, die dieses Hobby bietet, vermisse ich oft im hektischen und schnelllebigen Alltag …



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